Leberschutz und -Stärkung

Unterstützung der Leber für wirksame Entgiftung

Prinzip und Nutzen | Wirkstoffe & Anwendung | Produkte & Bezugsquellen | hilfreiche Kombinationen

Leber

Prinzip und Nutzen

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan und Schaltzentrale für den Energiestoffwechsel. Unser Wohlbefinden hängt erheblich davon ab, wie gut unsere Leber die tägliche Entgiftungsarbeit bewältigen kann. Mit gezielter Unterstützung der Leber kann unser Energielevel erheblich gesteigert werden.

Bei ungünstiger Ernährung oder Darmbesiedlung, bei Stress und Giftbelastung arbeitet die Leber auf Hochtouren. Insbesondere bei Entgiftungskuren ist es daher sinnvoll, die Leber zu unterstützen.

 

 

Die Entgiftungsarbeit der Leber läuft in 2 Phasen ab:

  1. Phase 1: Verbrennung / Oxidation schädlicher Stoffe, die mit dem Blut bspw. aus dem Darm in die Leber gelangen (wir trinken aus dem Darm & die Leber ist die erste Kläranlage des Körpers)
  2. Phase 2: Die Umwandlung von Schlacke- & Problemstoffen in eine ausscheidungsfähiger Form und der Abtransport über die Gallenflüssigkeit

Diese Prozesse brauchen Energie und spezielle Vitalstoffe.

Symptome einer Leberüberlastung sind beispielsweise:

  • Müdigkeit und Energiemangel
  • Schweißausbrüche (insbesondere nachts)
  • Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit, sowie eine schlechte bzw. schwache Verdauung
  • Hautprobleme wie z. B. Ausschläge

Weiterhin neigt die Leber zur Verseifung, Verschleimung und Bildung von Cholesterinkugeln und Gallensteinen, wenn die Ausscheidungs-Kapazitat nicht ausreicht. Das kann z.B. durch einen evtl. Rückstau der Gallenflüssigkeit zu Folgeprobleme führen.

Wirkstoffe Leberschutz & Anwendung

Neben indirekten Unterstützungsfaktoren, wie z.B einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung, Stressabbau, einer leicht verdaulichen Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen wie B-Vitaminen, der passiven Giftbindung im Darm, und der Pflege der Darmflora, gibt es bewährte Mittel zum direkten Leberschutz und zur Unterstützung ihrer Entgiftungsarbeit.

Zur direkten Unterstützung der Phase 1 helfen Antioxidantien, mit denen die Leberzellen vor den scharfen Oxidationsmitteln geschützt werden können. Der Klassiker mit direkter Schutzwirkung für die Leberzellen ist Mariendistelextrakt.

Zur Unterstützung der Phase 2 haben sich Bitterstoffe aus Wildkräutern wie Löwenzahn, eine ausreichende Versorgung mit Aminosäuren (insbesondere die verzweigt-kettigen Aminosäuren bzw. BCAAs) und Phospholipide wie Lecithin bewährt.

Silymarin aus Mariendistel

In vielen Kulturkreisen gibt es spezielle Tees und Mittel zum Schutz und zur Unterstützung der Leber. In Europa ist das am weitesten verbreitete Mittel der Wirkstoff aus der Mariendistel.

Auszug aus Wikipedia zu Silymarin:

Der Wirkstoffkomplex Silymarin soll leberschützend (hepatoprotektiv), leberstärkend, entgiftend sein und den Gallenfluss sowie die Zirkulation anregend wirken.

Lebervergiftungen sowie Hirnödeme können mit Silybin (synonym Silibinin, Silymarin I), das aus den Früchten der Distel gewonnen wird, behandelt werden. Silymarin soll die Struktur der äußeren Zellmembran der Hepatozyten derart verändern, dass Lebergifte nicht in das Zellinnere eindringen können. Sie wirken als Radikalfänger stabilisierend und schützen die Hepatozyten durch das Verhindern der Membranlipid-Oxidation. Weiterhin hemmt Silychristin (syn. Silymarin II) die Peroxidase und Lipogenase. … Dadurch soll die Regeneration der Leber erhöht werden.

Weitere Anwendungen: Gallenbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit…
Mariendistelfrüchte werden auch im Bereich der Nutztierfütterung eingesetzt, wobei hier vor allem die lebertherapeutische Wirkung im Vordergrund steht.

Bitterstoffe aus Wildkräutern

Bitterstoffe dienen den Pflanzen im Allgemeinen zur Abwehr von Fraßfeinden. Bei Leberüberlastung lässt sich bei Tier und Mensch jedoch ein verstärkter Appetit auf bestimmte Bitterstoffe beobachten. Da aus den meisten Nahrungspflanzen die Bitterstoffe aus geschmacklichen Gründen herausgezüchtet wurden, wird der alltägliche Bitterstoffbedarf unbewusst oft mit höherem Konsum von Kakao- und Kaffeeprodukten gedeckt, was allerdings Folgeprobleme wegen der toxischen und Allergie fördernden Komponenten hervorrufen und Suchtmuster (wie Heißhunger) verstärken kann.

Besser ist die gezielte, bedarfsorientierte Versorgung mit Kräutern bspw. in Teemischungen speziell für die Leber. Löwenzahn- & Lebertee ist in den meisten Geschäften mit Gesundheitssortiment (wie z.B. Apotheken & Reformhäusern) günstig erhältlich. Neben Löwenzahn ist oft Minze, Schafgarbe, Kurkuma, Anis oder Fenchel, Distel und Artischocke enthalten.

Essezielle Aminosäuren (BCAA)

Ebenfalls ein Mangelkandidat bei schwacher Verdauung, Neigung zu Blähungen & Allergien sowie pflanzlich-rohköstlicher Ernährung sind bestimmte essenzielle Aminosäuren.

Die verzweigt-kettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acids BCAA) sind überwiegend in Muskelgeweben und Hülsenfrüchten wie Soja enthalten. Diese Nahrungsquellen sind problematisch – insbesondere bei geschwächter Gesundheit. Tierproteine sowie Hülsenfrüchte und andere Samen bieten ein hohes Allergenpotential, belasten die Verdauung & die Leber mit toxischen Fermationsprodukten (Leichengifte, Fuselalkohole etc.) sowie Fraßschutzstoffen der Samen (auch indirekt über das Tierfutter) und haben eine relativ schlechte Verwertbarkeit.

Selbst wenn die Eiweiße aus Muskelgewebe und Samen (Speicher)Proteinen im Verdauungsprozess voll aufgeschlossen und ohne Allergenwirkung als Aminosäuren aufgenommen werden könnten, bleibt noch ein Anteil unbrauchbarer Aminosäuren als Abfall (bis zu 83% Abfall, je nach Nahrungsquelle und -kombination).

Diese Abfall-Aminosäuren müssen aufwändig entschärft werden, indem der Stickstoffanteil abgespalten und ausgeschieden wird. Der Rest wird wie Kohlenhydrate (Zucker) verbrannt oder weiter umgewandelt und als Fett eingelagert. Die verschleimende Wirkung der Tierprodukte und Samen fördert Entzündungen und Verschlackung des Bindegewebes bzw. muss u. A. über die  Nasennebenhöhlen ausgeschieden werden.

Diese Probleme sind wahrscheinlich ein Grund für den Erfolg eiweißarmer bzw. fast eiweißfreier Regenerationskost. Es ist allerdings zu erwarten, dass der Körper bei Eiweißmangel das eigene Muskelgewebe als Nahrungsquelle verbraucht, weswegen für optimale Immun- und Leberfunktion, sowie für den Muskelschutz in Regenerationsphasen eine Ergänzung mit BCAAs empfehlenswert erscheint.

Weitere Amino-Mangelkandidaten bei pflanzlicher Ernährung sind Methionin und Lysin, welche u.a. die Entgiftung (Cystein-Stoffwechsel) und die Verteidigungsfähigkeit gegen Viren beeinflussen.

Aus Wikipedia zur “Engpass” Aminosäure Leucin:

L-Leucin ist wichtig für den Erhalt und Aufbau von Muskelgewebe. Es unterstützt die Proteinbiosynthese in Muskulatur und Leber, hemmt den Abbau von Muskelprotein und unterstützt Heilungsprozesse. … Ein Mangel ist entweder durch ungenügende Zufuhr mit der Nahrung oder Unterversorgung mit Vitamin B6 bedingt.

Produkte und Bezugsquellen

Mariendistelsamen Extrakt

mariendistel-kapselIn nahezu jeder Apotheke, in Drogerien, Reformhäusern und gut sortierten Supermärkten werden Mariendistelsamen-Extrakte in Kapseln günstig angeboten.

Dosierung nach Packungsbeilage oder mit Unterstützung des eigenen Instinktes. Dazu einfach die Kapseln aufbeißen und für wenige Tage den Inhalt laut Dosierungsempfehlung im Mund einspeicheln und schlucken. Nach wenigen Tagen kennt der Körper den Stoff und dessen Wirkung und wir können die Dosierung nach Wohlgeschmack und Mengenbedürfnis anpassen.

Variante lactosefrei, fructosefrei, glutenfrei und vegan:

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Phospholipide / Lecithin

sonnenblumen-lecithinLecithin wird auch als Nerven-Öl bezeichnet. Da klassische Nahrungsquellen wie Eigelb in der pflanzlichen Ernährung wegfallen, kann eine Ergänzung mit reinem Lecithin (vorzugsweise aus Soja-freien Quellen und in Bioqualität) helfen, die Nerven- und Leberfunktion zu unterstützen. Ein wesentlicher Bestandteil ist Cholin, was als Ausgangsstoff für Neurotransmitter dient und die Einlagerung bzw. Verklumpung von Cholesterin in der Leber verhindern kann. Der Tagesbedarf ist etwa 4g. Die Supplementierung kann das Bedürfnis bzw. den Heißhunger auf teilweise schwer verdauliche Pflanzensamen mit relativ hohem Lecithingehalt (wie Hanf- & Sonnenblumenkerne) der fettig-deftigen Speisen allgemein verringern.

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Budget-Tipp: Lecithin kann sehr preisgünstig in Granulatform als Emulgator eingekauft und regelmäßig in der Küche verwendet werden. Der Lebensmittel-Zusatzstoff-Code dafür lautet E-322. Mitunter wird auch in Geschäften im gehobenen Preissegment unter dem “Gesundheitsprodukt”-Label dieses billige Soja-Lecithin-Granulat zu unangemessen hohen Preisen verkauft. Wer sicher gehen will, dass keine Spuren ungünstiger Samenstoffe etc. enthalten sind, kann zur flüssigen Form, bevorzugt aus Sonnenblumensamen, greifen.

 

 

Mariendistel-Öl

Mariendiestel-ÖlMariendistel-Öl wird vom Detox-Praktiker Florian Sauer (siehe diesen Blogartikel zu Florians empfohlenen Anwendungen) zur Verwendung bei einer Leberreinigung empfohlen. Als Speiseöl ist es wegen des hohen Anteils an Omega 6 Fettsäuren nur in geringen Mengen von Maximal einem Teelöffel täglich zu empfehlen.

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MAP

MAPUm Ungleichgewichten oder gar Engpässen im Bereich der Aminosäuren vorzubeugen, kann die Einnahme aller 8 essenziellen Aminosäuren hilfreich sein. Laut Forschungen und Patent zum “Master Aminoacid Pattern, MAP” gibt es eine für die menschliche Proteinsynthese optimale Mengenabstimmung.

MAP enthält freie und kristalline Aminosäuren einschließlich der BCAAs, Lysin, Methionin und Tryptophan, die aus Erbsenprotein extrahiert wurden (im Gegensatz zu den billigeren Maisstärke-Bakterienfermenten) und nahezu ohne Verdauungsaufwand und belastendem Stickstoffabfall oder Allergiepotential vom Körper genutzt werden können. Wenige Gramm pro Tag können einem Eiweißmangel effektiv vorbeugen.

 

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Rechenbeispiel zu Kosten / Nutzen: 100g Tofu enthalten ca. 8g Sojaprotein, das vom Körper (optimale Verdauung vorausgesetzt) zu etwa 17% für die eigene Proteinsynthese genutzt werden kann (8 g*0,17=1,3 g). Da MAP-Aminosäuren zu 99% nutzbar sind, kann diese Tofuration mit 1,3 Gramm MAP bzw. weniger als 2 Presslingen belastungsfrei ersetzt werden.

Ebenfalls schleimfreie Alternativen für die Versorgung mit Aminisäuren sind frische Gemüse- und Grünsäfte, sowie größere Mengen frisches Obst. In Obst, Gemüse und Blättern sind kaum problematische Speichereiweiße vorhanden, sondern oft funktionale Aminosäuren und leicht verdaubare Enzyme. Die für die menschliche Proteinversorgung notwendigen Mengen sind allerdings unrealistisch für eine volle Versorgung. Bananen enthalten – wie anderes Obst auch – so wenig Leucin (wird als Engpassaminosäure für den Start der Proteinsynthese benötigt), dass ein athletischer Mann die Menge von  ca. 50 Bananen täglich verspeisen müsste. Blattgemüse schneiden besser ab, aber es wären auch hier immer noch mehr als ein halbes Kilogramm frischer Grünkohl nötig, um den Bedarf an Aminosäuren zu decken.

Diese Mengenprobleme in Frischkost sind der Grund für die häufigen Empfehlungen, man solle mit Tierprodukten oder Hülsenfrüchten ergänzen, um dauerhaftem Mangel vorzubeugen. MAP sind insbesondere für Menschen, die Probleme mit Samen und Tierprotein haben oder die Effizienz ihres Stoffwechsels verbessern wollen, eine erlösende Alternative.

 

Kombinationen

  • Darmpflege und passive Giftbindung (zur Unterstützung der Leberfunktion bei Detox gehört auch die Unterbrechung des Wiederaufnahmekreislaufes von Giften (aus dem Darm in die Leber, über die Galle zurück in den Darm und von dort wieder in die Leber usw.), Die sanfte Darmreinigung und Pflege der Darmflora.
  • Entzündungshemmer & Antioxidantien unterstützen alle Stoffwechselprodukte und vor allem die Leberfunktion und letztlich auch
  • Mittel zur aktiven Giftausleitung, mit denen hartnäckigere Vergiftungszustände insb. mit Schwermetallen gelindert werden können
  • Allgemeine Nahrungsergänzung für ein optimales Vitalstoff/Verdauungsaufwand – Verhältnis und eine Versorgung mit hilfreichen Fetten

 

 

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©2017 Detox-Film ein Projekt von Stefan Kutter

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